…oder warum ich das hier alles mache.
es gibt viele sorten von musik. jemand wie ich, der sehr lange zeit im radio gearbeitet hat und stets mit der neuesten musik überflutet wurde („warum werden wir mit jeanette biedermann bemustert?? das muss doch jetzt echt nicht sein, oder“), hat natürlich zwangsläufig seinen eigenen geschmack, man hat einfach einen langjährigen überblick über alle möglichen sparten von musik bekommen und hat vielleicht irgendwann so eine art gefühl dafür, was gut „geht“, und was nicht. und man kann, man darf natürlich nicht alles mögen. ich möchte hier jetzt die musik-in-schubladen-pack-diskussion bewußt aussen vor lassen. das ist so überflüssig wie ein kropf. trotzdem höre ich, wenn ich musik höre meisten „gitarrenmusik“ oder elektro. klingt gar nicht nach so viel. ist es aber. denn was allein auf diesem markt alles rumschwimmt, ist unglaublich und kann von keinem normalen menschen jemals überblickt werden. aber ich behaupte jetzt ganz einfach mal ganz dreist, dass ich einen ziemlich guten durchblick habe, was das angeht.
so, und nun möchte ich mal zur hauptsache kommen:
das album „let’s build a fire“ von +/- ist eins der alben gewesen, die mich, wie so viele alben zuvor, eine gute zeit in meinem leben begleitet haben. und genau das sollte musik können, ginge es nach meiner definition von dem ganzen und sollte es dabei um überhaupt um irgend etwas gehen. ich habe dieses album rauf und runter gehört. morgens, wenn ich zum praktikum gefahren bin und abends, wenn ich wieder in der bahn nach hause saß. sie hat die menschen und situation in dieser zeit für mich illustriert. ich verbinde, wenn ich diese musik höre, diese zeit, in der ich sie gehört habe, damit. das ist wohl die einfachste form der synästhesie.
so ging es mir nur noch mit dem album „shrink“ von the notwist. aber das ist eine andere geschichte.