ernüchterung

ja, hier kommt also die auswertung des angekündigten wahnsinnigen konzertabends.

die wahrheit ist, von den drei angekündigten konzerten habe ich tatsächlich nur eins besucht. ja, traurig sowas.

aber dafür war das eine ziemlich toll.

die anderen beiden mußten aus organisatorischen gründen leider ausfallen.

also, welches der drei noch übriggeblieben ist, war das konzert im rahmen der popkomm mit u.a. architecture in helsinki, stars, menomena und caribou im postbahnhof berlin.

ein teil des line-ups mußte erstmal ausfallen. the go-team! und los compesinos.

aber selbst der rest, der spielbereit übrig blieb, war für den abend fast zu viel. es war für meinen geschmack einfach ein bißchen voll gepackt der ganze abend.

aber ich will nicht die kritik vorneweg schicken.

den ersten programmpunkt, den ich bewußt wahrgenommen hab, war caribou. von denen ich liebend gern mehr mitbekommen hätte, wäre es nicht so verdammt voll gewesen.

es war wirklich erdrückend. und für einen kleinen menschen wie mich sowieso.

so hab ich mit einem halben ohr zugehört, und das, was ich da gehört hab, hat mir ziemlich gut gefallen.

angeschlossen haben sich malajube in der ‚großen halle‘. wobei diese bezeichnung für den raum, der im endeffekt genauso groß wie der andere raum, der als ’small stage‘ bezeichnet wurde, nicht wirklich zutraf.

malajube wie gewohnt rockig und gut gelaunt. aber auf dem diesjährigen immergut haben sie mich irgednwie mehr gepackt. vielleicht, weil ich sie da noch nicht kannte und vielleicht, weil sie da im kleinen zelt gespiel haben und dieses sprichwörtlich gebebt hat….

aber canadisch ging es dann auch weiter (ein wirklich canada-lastiger-abend, insgesamt 4 bands, manoman) mit menomena.

deren cd hatte ich schon mehrmals in den händen, hatte aber nie wirklich zeit mal vernünftig zeit reinzuhören.

aber was den eindruck live btrifft war ich absolut begeistert, absolut!

der sänger und der key-boarder haben nebenbei noch mal eben drei andere instrumente gespielt. zum beispiel bariton-saxsophon und xylophon.

insgesamt ein sehr nettes konzert. was man von der rezension des albums in des spex nicht gerade sagen könnte. wo es heißt: „…Wo man permanent überrascht werden soll, überrascht einen einfach gar nichts mehr, der Wille zur Dauerorginlität führt dazu, dass man so endet wie Quentin Tarantino…“ (Spex#310 September/Oktober2007).

da ich mir das album noch mal in aller ruhe zur gemüte führen muss, kann ich dazu jetzt noch nicht wirklich was sagen. live machen die drei jungs auf jeden fall eine gute figur!

nächster programmpnkt waren die stars. schon wieder eine band aus kanada.

bei torquil campbell, dem sänger, dachte ich zuerst, oh mein gott, er hat einen anzug an, und amy amy millen hatte so ein schwarzes kleid an, das ein bißchen zu eng für sie war.

also, ich war zuerst so rein optisch etwas skeptisch, aber eine halbe stunde später und fünf songs weiter fand ich mich schon euphorisch klatschend wieder. die beiden zusammen auf der bühne sind ein eingespieltes team, das merkt man. er mit seiner art ist so sympatisch, hüpft zu jedem song rum, verbreitet einfach gute laune, das man gar nicht anders kann, als sich zu freuen. sie an der gitarre und am gesang, sein gegenpart.

das highlight des abends und die letzte band folgte. architecture in helsinki. die einzig nicht-kanadische band des abends.

die hatte ich auch schon mal auf dem diesjährigen immergut gesehen. dort spielten sie auf der hauptbühne und es war unglaublich voll, sodass ich irgendwo ganz hinten stand und so gut wie nichts mitbekam.

heute abend aber im kleineren rahmen, wurde mein eindruck vom immergut verstärkt:

eine band mit vielen menschen, mit vielen instrumenten und mit vielen songs, die live noch besser als auf dem album sind.

alle paar songs werden munter die instrumente gewechselt. wer grade noch am schlagzeug stand hat auf einmal die posaune in der hand, wer eben noch an den bongos stand, spielt auf einmal gitarre usw….

die energie die da von der bühne ausgegangen ist, hat sich sofort aufs publikum übertragen. wahnsinn. nach ca. einer stunde spielzeit und einigen zugaben, war ich dann wahrscheinlich genauso k o (vom rumhopsen und mitklatschen und mitsingen) wie die band.

jedenfalls ein gelungener abend.

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Eine Antwort zu ernüchterung

  1. Clemens schreibt:

    Echt gute Rezi von dem Abend, mein Highlight war auch Architecture in Helsinki, wo ich mir jetzt endlich auch mal die CD besorgt habe. Aber vergessen hast du diese super freundlich Organisation, die einen gleich aus dem Saal kicken will, als das letzte Konzert vorbei war.

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