the lost you

es ist seltsam. man kann eine band unglaublich lieben und nahezu nichts über sie wissen. so ging oder so geht es mir mit der schottischen band hood. ich kenne sie seit über 10 (!) jahren. ich habe sie damals von einem sehr engen freund bekommen und bin ihm heute dafür immernoch sehr dankbar. ich verbinde die musik komischerweise auch sehr stark mit seiner person. wir sind damals immer in berlin-rummelsburg spazierengegangen, er hat sich bei mir wegen seiner ex-freundin, meiner damals besten freundin, ausgeheult und ich habe die schulter hingehalten.
es fällt mir sehr schwer, die musik von hood treffend zu charakterisieren. sie ist traurig, nachdenklich auf der einen und noisig auf der anderen seite. obwohl das natürlich keinen wirklichen gegensatz darstellt. das ist mir klar. aber musikalische kategorisierungen waren eh immer schon was für idioten.
wenn man eine band irgendwoher bekommt, sie toll findet und von da an gewissermaßen ihren weg verfolgt – das kann einem wirklich niemand nehmen. nur dass das mit dem weg verfolgen bei mir gewissermaßen mit einer art gletscherspalte verbunden ist.
ich habe nur tapes von dieser band. sprich ich habe kein ahnung welche alben auf den tapes waren. die tapes, die ich damals bekommen habe, waren (natürlich wie sich das gehört) nie beschriftet, ich habe immer „nur“ die musik gehört, mich unglaublich darin verloren, und hatte keine ahnung davon, dass diese band aus leeds stammt, mittlerweile schon seit über 14 jahren musik macht und schon 10 (!) alben veröffentlicht hat. aber damals hat mich das auch überhaupt nicht interessiert und internet hatte ich auch noch nicht.
jetzt habe ich diese tapes durch zufall wiedergefunden und die musik dieser band übt noch genau die gleiche anziehungskraft, die sie damals auf mich hatte, auf mich aus. und ich habe wirklich nicht die leiseste ahnung, warum. das ist wahrscheinlich genau wie bei menschen. aber das steht auf einem anderen blatt.
es ist wirklich unglaublich festzustellen, dass man vor über 10 jahren schon die musik gut fand, die man heute auch noch hört.
ich frage mich ernsthaft, ob es irgendjemandem außer mir auch so geht.
wenn ich die musik von hood höre, egal welches album, egal welches lied, ich befinde mich dabei irgendwie immer in so einer art landschaft, jedenfalls kommt es mir so vor. man könnte sich sogar einreden, die schottische landschaft vorm inneren auge zu sehen und das tue ich beisweilen, weil die schottische landschaft schon mehrmals an mir vorbeigezogen ist und ich würde mich sogar zu der aussage hinreißen lassen, dass diese musik diese landschaft an manchen stellen sehr treffend musikalisch beschreibt.
und jetzt gehe ich mir erstmal das 2005er album „the negatives…“ holen.
auf cd.

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